Liederflut 2006

Sonntag, Muldenbühne
WARU
Foto: flashlight-media

Veranstaltungsorte der "Grimmaer Liederflut" 2009
Die Klosterkirche

Es sprich deutlich für den Wohlstand der Stadt Grimma, dass sie Ende des 13. Jahrhunderts von den Bettelordenmönchen des Augustinerordens zur Ansiedlung auserkoren ward: Her war was zu holen! Schnell war den Mönchen jedoch die Bettelei zu wenig, sie entwickelten einen beträchtlichen Geschäftssinn und zogen rasch einen imposanten Klosterkomplex hoch. Martin Luther hat in der zum Kloster gehörenden Kirche mehrfach gepredigt. "Liebevoll" bezeichnete er die Kirche als Brustbrecher. Denn stimmlich muss man richtig was können um dieses Gotteshaus auszufüllen. Eine harte Bewährung für die Künstler der Liederflut.

Die Frauenkirche

Der Bau geht bis ins Jahr 1170 zurück. Bis heute erhalten die beiden spitzen Türme und das ungeheuer imposante Westwerk jenes Kirchenbaus. Der legende zufolge hatten zwei Grimmaer Kaufleute, die in Seenot geraten waren, die Stiftung des austergewöhnlichen Turmbaus für den Fall ihrer Rettung gelobt. Das Angebot fand ganz oben offenbar offene Ohren. Und so stehen sie heute in aller romanischen Schönheit, acht Ellen im Quadrat und 32 Ellen hoch, kulturhistorisch ungemein wertvoll. Hartnäckig hält sich das Gerücht, die Türme seien absichtlich so hoch gebaut worden. Überzeugen Sie sich selbst und staunen Sie über die einzigartige Akustik des Kreuzgewölbes.

Der Lorenzmarkt

Vereinigung der Frauenstraße und Luise-Urbaniak-Straße zur Lorenzstraße. Unmittelbar in der Mitte des Bühnendreieckes: Markt, Frauen- und Klosterkirche. Alternativer Standort für die Muldenbühne, die wegen dem Bau der Hochwasserschutzanlage weichen musste.

Der Markt

Das Herz der Bürgerstadt bildet der quadratische Platz, mit Bürgerhäusern aus fünf Stilepochen und dem beeindruckenden freistehenden Renaissance-Rathaus, der heute den Mittelpunkt des städtischen Lebens darstellt. Ein Brunnen erinnert an die Schönheit, das Glück, aber auch an das Schicksal. Die römische Göttin Fortuna wacht über den Markt, von Einheimischen liebevoll als "Eva" bezeichnet.

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